SingVal
SmartTones A Cappella Quartett

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Ausgabe 121 vom 8. Oktober 2015


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Wir bedanken uns bei unseren Fans und Auftraggebern. Vielleicht gibt es noch ein
Wiedersehen und -hören.

Singing Valentines in Bremen-Nord
Das Tagebuch eines Abends

Schon vor Jahren hatte ich die Idee, Singing Valen- tines in Bremen auszuprobieren. Damals noch als Chorleiter schwebten mir mehrere choreigene Quartette vor, die zum Ständchen-Singen am Va- lentinstag ausschwärmen – wie in USA, wo das jährlich tausendfach gegen Bezahlung (heute ca.
$ 50,-) für die Chorkasse praktiziert wird. Manch- mal nur Gesang, auf Wunsch des Auftraggebers gegen Mehrkosten aber auch mit Überreichung eines Blumenstraußes oder von Pralinen.

Irgendwie hat es zu meinen Chorleiterzeiten nie geklappt, aber in diesem Jahr habe ich die Idee der Händlervereinigung in meinem Stadtteil schmack- haft machen können. Die ArGe Vegesacker Alt- stadt e.V. als Sponsor hatte am Sonnabend vor dem Valentinstag eine Verlosung durchgeführt, bei der es 12 musikalische Ständchen bei den Gewin- nern zuhause zu gewinnen gab. Mehr als hundert Lose wurden in den Mitgliedsgeschäften der ArGe abgegeben, aus denen am Sonntag die Gewinner ermittelt wurden.

Danach galt es, Terminabsprachen zu machen, um einen "Tourneeplan" für die beiden Bremer A- Cappella-Quartette "Lucky Tigers" und "Songs for four" (inzwischen “SmartTones”) zu erstellen. Je- des Quartett bediente am Valentinstag zwischen 19 und 22 Uhr 6 Gewinner und übermittelte einen mu- sikalischen Liebesgruß in Form von zwei Liedern an die begünstigte Person.

Nachstehend das "Tagebuch" dieses Abends, aufgeschrieben von einem Mitglied von "Songs for four".

19.00 Uhr
Gisela A. hatte ein Ständchen gewonnen und dieses an ihre Freundin Ellen B. durchgereicht, die am Valentinstag auch noch 71. Geburtstag hatte. Sie und ihr Mann wussten von nichts. So sind SFF in´s Abendbrot hineingeplatzt – "kalte Platte" mit Lachs, Hackepeter, Schinken- und Käseplatte etc.. Überraschung perfekt geglückt. Ehepaar B., deren zwei Kinder mit 2 Enkelkindern und weitere 3 Er- wachsene, die ich nicht zuordnen konnte, lausch- ten mit offenen Mündern dem "Heart Of My Heart" und "You Make Me Feel So Young". Ein guter Einstieg auf unserer "Tournee", und die rote Rose erzeugte glänzende Augen beim Geburtstagskind.

19.25 Uhr
4 km entfernt im Anwesen des Seniorchefs der Dachdecker-Firma B.. Seine Frau hatte das Los ausgefüllt. Ein befreundetes Ehepaar, Sohn mit Frau und 2 Kindern leisteten Herrn B. im großen Wohn- zimmer Gesellschaft vor dem flackernden Kamin. Diese Rose war für ihn, und auch das "Sweet And Lovely" und "I Can´t Give You Anything But Love", bei dem wir im Intro das "Birthday" durch "Valentines Day" ersetzt hatten. Strahlende Gesich- ter, in denen man das Flackern des Kamins erkennen konnte.

19.50 Uhr
Feine Wohngegend in Leuchtenburg. Die Gewinnerin hatte darum gebeten, das Ständchen nicht bei ihr zuhause, sondern bei Freunden einige Kilometer entfernt vorzutragen. Nur sie und das befreundete Ehepaar waren anwesend. Er, ein stattlicher alter Herr und seine jüngere Frau waren total begeistert. Aufstellung direkt vor dem Mahagoni-Flügel. Und später stellt sich heraus, dass die Ehefrau nebenbei ein Close-Harmony-Quartett coacht. Puh! Da war es schon gut, dass bei uns alles geklappt hat und wir alle drei mit den zwei Liedern begeistern konnten.

20.10 Uhr
Unweit des letzten Auftritts betraten wir das Haus eines Ehepaares, mit dem ich vor über 50 Jahren als 10-jähriger in einem Jugendchor gesungen habe. Auch dort ein prasselndes Kaminfeuer, Sohn, Schwiegertochter und 2 Enkelkinder. Trotz der kri- tischen Ohren einer immer noch chorsingenden Ehe- frau, der das Ständchen galt, gab es strahlende Ge- sichter, viel Zustimmung zur Aktion, und jede Menge Fotos wurden aufgenommen.

20.30 Uhr
70 Reihenhäuser auf geschätzt 10.000 qm. Grund- stücksgröße jeweils 150 qm. Frau Ursula K. hatte das Ständchen gewonnen und ihr Mann wusste auch hier von nichts. Schon beim Eintreten in die gute Stube fielen mir 6 Sektschalen auf, die auf einem kleinen Tischchen standen. Das war ein sehr intimer Auftritt. Nur zwei augenscheinlich immer noch ver- liebte Menschen um die 70, die von unseren beiden Liedern begeistert waren. Die Gläser waren abge- zählt, denn die K´s luden uns zu einem Glas Sekt ein, was wir aber aus Zeit- und gesangstechnischen Gründen ablehnen mussten.
20.50 Uhr
Das wurde der Höhepunkt unseres Valentines-Sin- gen. Frau A. ist eine 68-jährige Witwe, wohnhaft in

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einer eleganten Wohnanlage. Schon bei der Ter- minabsprache hatte ich den Eindruck, dass sie einen neuen Lebensgefährten hat. Und so war es auch. Die beiden sind frisch verliebt und haben jeden Ton und jedes Wort unserer Lieder aufge- sogen, insbesondere das "I Love You", das in allen Liedern vorkam. 2 Gäste waren bei unserem Eintreffen schon da, 3 weitere kamen aus dem Haus in den folgenden Minuten noch hinzu. Und da hat es Spaß gemacht, noch ein paar mehr als die geplanten 2 Songs vorzutragen.

Und hier noch eine Kopie der E-Mail der "Lucky Tigers" an den Organisator des Events, die sie am Morgen nach dem Valentinstag geschickt hatten:

Lieber U.,
kurz aus dem Büro geschrieben:
all meine Bedenken waren völlig unnötig, im Gegenteil muss ich Dir danke sagen für diese Aktion, denn sie hat viel Spaß gemacht und war tolles Training, Selbstsicherheit zu gewinnen mit Auftritten unter schnell wechselnden Verhältnissen.
Wir haben verschiedenste Menschen in verschie- densten Wohnverhältnissen angetroffen,
wir haben in der halligen Küche gesungen oder im mit Teppichen und Möbeln vollgepfropften Wohn- zimmer,
wir haben vor Leuten gesungen, die noch beim Abschied skeptisch und ungläubig waren, ob wir nicht doch noch einen Vertrag für einen Staub- sauger dabei haben,
wir haben vor Leuten gesungen, die sich ein ganz persönliches kleines Fest aus unserem Auftritt gemacht haben und bei denen wir nun einen festen Platz im Fotoalbum haben,
wir haben vor Leuten gesungen, die entsprechend unserer Aufforderung alle Nachbarn zu einer großen Feier eingeladen hatten und die uns nur widerwillig ziehen ließen.
Und wir waren gut in Form und haben sicherlich eine gute Visitenkarte abgegeben, wohl auch für die Idee “Verschenk ein Lied”.

Ich hoffe, Eurem Quartett erging es ebenso!
Tschüß, J.

Wie man liest: eine Aktion, die gleichermaßen von den Quartetten und den Gewinnern als Erfolg beurteilt wurde. Zur Nachahmung empfohlen!

Klaus Ulrich Gschwind

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